Zusammengesetzt aus den Worten „Myo“ (muskelbezogen) und „Zentrik“ (von griechisch kentron = Zentrum). Gemeint ist die Bisslage, die für die Muskulatur mittig ist.
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Die Cranio-Mandibuläre Orthopädie baut, was die Ermittlung der Bisslage
anbelangt, auf dem Konzept der Myozentrik nach Jankelson auf, bezieht
jedoch die Erkenntnis mit ein, dass die Ruhe-Schwebe des Unterkiefers
eingebettet in die ganzkörperliche Funktion zu sehen ist. So kann eine
physiologisch optimale Ruhe-Schwebe nicht ermittelbar sein, wenn
gleichzeitig funktionelle Blockaden, wie eine chronische Mundatmung,
oder strukturelle Blockaden, z. B. eine Beinlängendifferenz, bzw. ein
Beckenschiefstand, vorliegen.
Alternativ
"Die Myozentrik ergibt immer Kondylenlagen, die zu weit anterior sind", oder "Die Myozentrik liegt im Mittel um den Betrag x anterior zur Bisslage y". So oder ähnlich steht es öfters zu lesen, allerdings leider zumeist bei Autoren die nicht selbst mit der Myozentrik arbeiten und in deren Bestimmung routiniert sind. Eine solche Aussage ist aber ebenso falsch, wie etwa die, dass handgeführte Bissnahmen immer Kondylenpositionen ergäben, die zu weit retral liegen. Ein Beitrag von Robert Jankelson, D.D.S., und Rainer Schöttl, D.S.S.(USA).
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Einzelne Aspekte der Myozentrik wurden schon vor Dekaden auch universitär untersucht (z. B. Prof. Kappert, Universität Freiburg), jedoch ist die systematische Einführung der Myozentrik in Deutschland in den 80-er Jahren mit den Namen Walter Schöttl, Rainer Schöttl, Robert Jankelson und James Garry verbunden. Die Verbreitung und Weiterentwicklung in Deutschland in den darauf folgenden Dekaden wurde in erster Linie auf Initiative von Rainer Schöttl betrieben.
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Mit der Myozentrik existiert ein elegantes Verfahren zur Behandlung von kraniomandibulären Dysfunktionen. Im Unterschied zur klassischen Gnathologie, die die Bissposition aus der Biomechanik der Kiefergelenke abzuleiten sucht, versucht die Myozentrik mit TENS die chronisch verspannte Muskulatur zu lockern und die Gewöhnung an eine bestimmte Kontaktsituation zwischen den Zähnen aufzulösen, bevor eine muskulär möglichst ausgeglichene Bisslage ermittelt wird. Dies besonders auch auch in Fällen, bei denen erkrankte Gelenke pathologische und manchmal irreführende Anhaltspunkte geben würden.
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Die in der Gnathologie übliche Konzentration darauf, bei Kiefergelenken einen Rotationspunkt zu ermitteln, eine so genannte Scharnierachse, führt den Blick des Zahnarztes weg von orthopädischen Belangen, welche besonders beim CMD-Patienten wichtig sind. In diesem Artikel wird dargelegt, wie Anamnese, Untersuchung, Modellvermessung, Muskelentspannung, Begleittherapie und Myozentrik mit einender zu einem umfassenden Therapieansatz bei der CMD verknüpft werden können.
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Obwohl die Myozentrik für viele den neuen Weg bei der physiologischen Bisszuordnung darstellt, bei dem keine Manipulation von außen zu erfolgen braucht und bei der man eine optimalen Muskelfunktion und Harmonie zur Körperhaltung erreicht, gibt es das Grundkonzept schon lange. Ein Treffen zwischen Robert Jankelson, DDS., und Rainer Schöttl, D.D.S.(USA).
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Die Myozentrik wird weltweit betrieben wird, und das seit über 40 Jahren. So ist es nicht verwunderlich, dass es dazu eine unübersehbare Vielfalt in der Literatur gibt. Da sich außer in Japan und Italien aber nur sehr wenige Universitäten mit der Myozentrik beschäftigt haben, ist diese Literatur nicht so leicht auf dem klassischen Weg, z. B. über Medline/PubMed, zu finden.
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